Paralympics-Debütantin Mispelkamp jubelt über Bronze in Dressur-Kür – Sportstudio NDR

Am letzten Tag der Reitwettbewerbe bei den Paralympics hat Regine Mispelkamp der deutschen Mannschaft die erste Medaille beschert. In der Dressur-Kür gewann sie am Montag (30.08.2021) Bronze. Heidemarie Dresing wurde zum zweiten Mal in Tokio Vierte, Saskia Deutz belegte Rang sechs.

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Talentpool: „Ich hatte Gänsehaut als der Anruf kam“

Förderpatenschaft für Para-Dressurreiterin Regine Mispelkamp 

Warendorf. Zwei Pferde und ein Ziel: Die Paralympischen Spiele im Sommer in Tokio. Das beschreibt die nächsten Wochen und Monate von Para-Dressurreiterin Regine Mispelkamp aus Geldern wahrscheinlich am besten. Auf ihrem Weg nach Tokio bekommt die Rheinländerin nun Unterstützung von der Alfons-Hörmann-Stiftung, die eine Patenschaft im Rahmen des Talentpools der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport übernommen hat. 

„Ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung und hatte Gänsehaut als der Anruf mit der Zusage kam“, erinnert sich Regine Mispelkamp. Seit sie sieben Jahre alt ist sitzt sie fast täglich im Sattel, hat zahlreiche Erfolge in der Dressur und im Springen bis zur schweren Klasse zu verzeichnen und 2002 das kombinierte Goldene Reitabzeichen verliehen bekommen. Ihre Erkrankung hat sie 2018 öffentlich gemacht und ist seither auch in der Para-Dressur hoch erfolgreich – ob bei Deutschen Meisterschaften oder bei ihrer Championatspremiere im Rahmen der Weltreiterspiele 2018 im US-amerikanischen Tryon, wo sie Mannschafts- und Einzelbronze gewann. 2021 sei das erklärte Ziel die Nominierung für die Paralympischen Spiele, sagt Mispelkamp.

Para-Dressurreiter starten, je nach Schwere ihrer Einschränkung, in unterschiedlichen „Grades“. Für jedes Grade existieren eigene Aufgaben. Regine Mispelkamp startet in Grade V und reitet Aufgaben, die vergleichbar zu Dressuren der Klassen L bis M im Regelsport sind. Die Prüfungen bestehen aus Schritt-, Trab- und Galoppsequenzen. In der Kür sind Lektionen auf St. Georg Niveau, wie Serienwechsel zu drei oder vier Sprüngen sowie halbe Galopppirouetten, möglich.

Turnier- und Ausbildungsstall in Geldern

Als Pferdewirtschaftsmeisterin und Diplom Trainerin des DOSB betreibt Regine Mispelkamp neben ihrem Sport auch einen eigenen Turnier- und Ausbildungsstall im rheinischen Geldern. Ihren Betrieb hat sie aufgrund ihrer Erkrankung zu 90 Prozent auf die Unterrichtserteilung und Lehrgänge ausgerichtet. Die Auswirkungen der Pandemie haben sie deshalb hart getroffen: „Im Kreise meiner Familie ist bisher glücklicherweise niemand erkrankt, betrieblich gesehen ist die Pandemie jedoch ein echtes Desaster, wenn ich das so deutlich sagen darf“, gibt Regine Mispelkamp zu. 

Sie habe immer wieder nach Lösungen gesucht, damit es weitergeht. „Ich wollte auf keinen Fall in die Position kommen, ein Pferd verkaufen zu müssen“, berichtet die Pferdewirtschaftsmeisterin. „Als das vollständige Berufsverbot kam, war das wirklich heftig. Ich habe versucht, wieder mehr zu reiten, was sich aber gesundheitlich negativ ausgewirkt hat.“ Mittlerweile liefen das Training und die Lehrgänge langsam wieder an, doch auch der Ausbruch des Herpesvirus im Pferdesport habe die Situation weiter erschwert. Die Unterstützung der Alfons Hörmann Stiftung im Rahmen des Talentpools helfe ihr deshalb sehr, ihren geplanten Weg nach Tokio gemeinsam mit ihren Pferden weiter verfolgen zu können. 

Die Alfons Hörmann Stiftung 

Die Alfons Hörmann Stiftung ist eine gemeinnützige Familienstiftung mit Sitz im bayrischen Sulzberg. Zweck der Stiftung ist gesellschaftliches Engagement – unter anderem durch Förderung des Sports sowie die Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind. 

„Unsere bisherigen Projekt-Partnerschaften mit der Stiftung Spitzenpferdesport waren nicht nur sinnvoll sondern haben auf beiden Seiten Freude bereitet. Mit der nunmehr zweijährigen Partnerschaft zur Unterstützung einer möglichen paralympischen Reiterin wollen wir gerade in schwieriger Pandemiezeit ein praktisches Zeichen von Hoffnung vermitteln“, beschreibt Alfons Hörmann, Stiftungsvorstand, seine Motivation Regine Mispelkamp zu unterstützen. 

Der Weg nach Tokio

Ihrer Nominierung für Tokio kommt Regine Mispelkamp am Wochenende bereits einen Schritt näher. Beim Mannheimer Maimarkt-Turnier haben die Para-Dressurreiter Gelegenheit sich bei Para-Bundestrainer Bernhard Fliegl für die Paralympischen Spiele zu empfehlen. Mit Unterstützung der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport war es Turnierveranstalter Peter Hofmann gelungen, die Prüfungen der Para-Dressurreiter umzusetzen. „Ich freue mich sehr, dass es wieder los geht“, sagt Mispelkamp, die mit zwei Pferden nach Mannheim reist. 

„Look, so nenne ich Look at me now, ist mein erfahrenes Championatspferd. Ich habe ihn vierjährig bekommen und mit ihm alle Höhen und Tiefen erlebt. Er ist ein kleiner ‚Rotzlöffel‘ und treibt oft Schabernack. Mit seinen 17 Jahren heute ist er manchmal immer noch lieber ohne als mit Reiter unterwegs“, lacht Regine Mispelkamp. „Lights dagegen steht irgendwie über den Dingen. Er macht sich keinen Stress und achtet gut auf sich. Er ist wunderschön und weiß das auch“, beschreibt die Rheinländerin ihre Nachwuchshoffnung, den neunjährigen Highlander Delights. „Als ich Lights gekauft habe, waren meine Trainerin und ich total überzeugt, andere weniger. Ich bin sehr gespannt welches meiner Pferde in Mannheim die Nase vorne hat.“ 

2.000 Euro für rheinischen Schulpferdebetrieb in Keppeln

Keppeln (fn-press). Die Not der Reitschulen und der Aufruf #KEINSchulpferdweniger der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hat auch das Para-Dressurteam bewegt. Spontan legten die Reiter*innen der Paralympics-Longlist und die Teamleitung zusammen und sammelten 2.000 Euro, die nun dem Reitercamp Hötzenhof zugutekommen.

„Auf dem Hötzenhof lernen Kinder alles über und mit Pferd und Pony, vom spielerischen Umgang, der Pflege und Fütterung bis hin zum Reiten und Springen“, begründete Regine Mispelkamp, warum die Wahl des Para-Teams auf das Reitercamp Hötzenhof gefallen ist. Die zweifache WM-Bronzemedaillengewinner von Tryon und stellvertretende Aktivensprecherin der Para-Dressurreiter*innen war es auch, die im Namen von Hannelore Brenner, Dr. Saskia Deutz, Heidemarie Dresing, Isabelle Nowak, Elke Philipp, Claudia Schmidt, Angelika Trabert, Steffen Zeibig, Equipechefin Britta Bando, Bundestrainer Berhard Fliegl, Humanmediziner Dr. Stefan Sevenich und Tierarzt Dr. Malte Penning den symbolischen Scheck an Hanno Terhöven-Urselmann und den Ersten Vorsitzenden des RV von Bredow Keppeln überreichte. „Das war sehr bewegend. Es gibt doch nichts Schöneres als in strahlende Kinderaugen zu schauen, wenn sie bei den Pferden sind“, sagte Mispelkamp.

Das Para-Dressurreiter sind nicht die Einzigen, die helfen wolle. Der Aufruf #KEINSchulpferdweniger hat bereits eine ganze Reihe von Hilfsaktionen nach sich gezogen. Hb

https://www.pferd-aktuell.de/news/aktuelle-meldungen/para-equestrian/keinschulpferdweniger-para-dressureiter-spenden-fuer-reitschule

Gelungener Einstieg in das Turniergeschehen 2021

Trotz Corona ist es uns Berufsreitern möglich, an einigen Turnieren teilzunehmen. Am 30./31.1.2021 fand in Unna-Massener Heide unter etlichen Coronabedingungen ein hervorragend organisiertes und mit besten Gegebenheiten ausgestattet, ein Turnier statt.Highlander Delight`s gab sein Debut auf M-Level und gewann diese Prüfung vor prominenter Konkurrenz . Look at me now startete zum Einstieg in einer anderen M Prüfung und belegte dort hinter starker Konkurrenz Platz 3 .

Wir sind gespannt, wann wir das nächste Mal los dürfen.

Diese Saison 2020 hatte es in sich…

Es fanden keine internationalen Turniere statt, Tokio wurde verschoben. Ich habe die Zeit genutzt, in Ruhe meine Pferde weiter zu trainieren, zu gymnastizieren und den Nachwuchs weiter auszubilden. Das einzige Para Turnier im Herbst fand in der Goldkrämer Stiftung in Frechen statt. Am 2. Oktoberwochenende war herrliches Wetter und unter allen Corona Auflagen fand ein sehr schönes Turnier statt. Meine Pferde zeigten sich vom Nachwuchs bis zu den Erfahrenen in einer tollen Form. Daisybell gewann beide Nachwuchsprüfungen jeweils mit Start Ziel Sieg. Down Under rangierte sich an 3. Stelle. In den Prüfungen für die international bereits platzierten Pferde ritten wir auch mit mehreren Grades zusammen. Figulus rangierte an 4.Stelle, Highlander Delights war am ersten Tag etwas sehr motiviert in der Galopptour, so dass wir etwas vom Weg abgekommen waren. Es reichte dann für Platz 5 . Am zweiten Tag durfte Look at me now wieder mal andere Luft schnuppern. Er war sichtlich erfreut und rangierte an 3. Stelle. Highlander schob sich mit einer tollen  Runde vor ihn an die 2. Stelle. Rundum ein tolles Ergebniss aller Pferde. Es hat sehr viel Spass gemacht und ich freue mich, dann hoffentlich nach der Winterarbeit wieder international starten zu können. Im ersten Lockdown und auch jetzt im 2. Lockdown durfte ich meiner Haupttätigkeit, Unterricht und Lehrgänge erteilen, nicht nachgehen. In der Zeit wo es erlaubt war, konnte ich viele motivierte Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden in den unterschiedlichsten Ställen betreuen. Es macht mir immer so viel Spass mit interessierten zu trainieren und zu sehen, wie sich Reiter und Pferd weiter verbessern. Hoffentlich dürfen wir dann bald wieder unterrichten und die ausgefallenen Lehrgänge nachholen . 

Bleibt alle gesund,passt auf euch und eure Pferde auf .
Sobald es etwas Neues gibt, werdet ihr es hier lesen .

Technische Probleme endlich behoben!

Wir entschuldigen uns, für die kürzlich nicht mehr ganz aktuell gehaltenen Inhalte auf unserer Seite. Ein kleines aber entscheidendes Serverproblem hat uns leider etwas geärgert. Jetzt läuft wieder alles stabil und wir freuen uns bald wieder von weiteren Neuigkeiten zu berichten.

Bis dahin … Bleiben Sie gesund!


Europameisterschaften Rotterdam

Rotterdam, Europameisterschaften. Look und ich hatten die Ehre Deutschland bei der Europameisterschaft in Rotterdam in der Para Equestrian vertreten zu dürfen. In der Einzelwertung rangierten wir uns an 7.Stelle. Leider unterlief mir bei der doppelt gezählten Lektion ein Reiterfehler, so das Look anstatt anzutraben leider 2mal angaloppierte. Das war sehr sehr teuer, so das es für eine Rangierung weiter vorne nicht reichte. In der Teamaufgabe hat alles super geklappt und wir rangierten uns an die 3. Stelle. Als potenzielle Medaillenkandidaten hatten wir uns für die Kür qualifiziert. Daran konnten wir leider nicht dran teilnehmen, da Look sich beim wälzen wohl  etwas angeschlagen hatte und nicht ganz klar lief. Um kein Risiko einer längerwährenden Verletzung einzugehen, haben wir entschieden,ihn zurück zu ziehen. Alles in allem waren es zwei tolle Runden, die er gegangen ist und alles gegeben hat. Mittlerweile ist es auch wieder alles verheilt und wir trainieren in Ruhe auf unser grosses Ziel nächstes Jahr Tokio hin.